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Rennräder für Einsteiger

Rennradfahren liegt im Trend! Nicht erst seit Corona verschlägt es immer mehr Frauen und Männer aller Alters- und Gewichtsklassen auf das Rennrad. Die Motive dafür sind vielfältig: Streben manche lediglich nach einem Ausflug ins Grüne, möchten andere langfristig ihre Fitness verbessern oder gar auf kurz oder lang Rennen bestreiten. Auch der soziale Aspekt ist in Zeiten von social distancing, Homeoffice und Ausgangssperren nicht zu unterschätzen. Um in den Genuss einer Rennradtour zu kommen brauchst es generell nicht viel, allerdings auf jeden Fall ein Rennrad. Klingt einfach, ist es aber nicht!

Seit der Unterbrechung zahlreicher globaler Lieferketten und der gesteigerten Nachfrage nach Rennrädern ist das Angebot stark reduziert. In Onlineshops, Fahrradläden und selbst bei vielen Produzenten sind Rennräder Mangelware. Umso wichtiger ist es zu wissen, welches Bike man kaufen möchte, wofür man es einsetzt und was man bereit ist dafür auszugeben. Dies gilt insbesondere für Rennradeinsteiger.

Nach welchen Kriterien man sich entscheiden sollte, erklären wir mit Hilfe der folgenden Leitfragen:

 

WELCHE ZIELE SETZE ICH MIR UND MEINEM RENNRAD

Wie eingangs bereits beschrieben, gibt es hier große Unterschiede, die sich auf die Kaufentscheidung auswirken können bzw. sollten. Mit diesen Überlegungen hängen beispielsweise der Fahrradtyp, die Ausstattung aber auch die Preisklasse zusammen.

Sofern man ein konkretes Ziel hat, etwa eine Rundfahrt oder sogar einen Wettkampf, bieten klassische Rennräder oder Endurance Bikes an. Wenn man sich auf einen Triathlon vorbereiten möchte, kommt hingegen vor allem ein Aero-Rennrad in Frage. Für lockere Ausfahrten mit Freunden und Familie kann ein Gravelbike eine valide Alternative darstellen.

Generell muss es nicht immer ein neues Bike sein. Der Gebrauchtmarkt ist gut strukturiert und in den meisten Fällen zuverlässig und sicher. Selten wird die nominelle Nutzungsdauer eines Rennrades genutzt, da dieses häufig als Trend- oder Modeobjekt gesehen wird. Dies wiederum bedingt die gute Qualität auch von älteren Rädern.

 

WIE VIELE KILOMETER TRAUE ICH MIR ZU?

Chuck Norris würde antworten: „alle!“. Bei Normalsterblichen wird besonders zu Beginn einer Fahrradlaufbahn die Reichweite realistischerweise von einigen Faktoren, wie der allgemeinen Ausdauer, der muskulären Fähigkeiten aber auch der reinen Sitzausdauer und -häufigkeit auf einem Rennradsattel, begrenzt.

Nichtsdestotrotz kann man sich darüber Gedanken machen, ob man am Wochenende gemütlich zum nächsten Biergarten oder Badesee tuckert oder ob man mehrtägige Rundfahrten und ausgedehnte Bergfahrten in Angriff nehmen möchte. Letztlich merkt man Qualitätsunterschiede besonders bei der Langlebigkeit bzw. der Fehleranfälligkeit eines Rennrades.

Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, aber umso mehr bei ambitionierten Zielen, genau hinzuschauen. Dabei ist der Preis hier keinesfalls das einzige Kriterium, insbesondere wenn man sich auch auf dem Zweitmarkt tummelt. Dort findet man immer öfter äußerst hochwertige Rennräder zu fairen Preisen, mit wenigen Jahren auf dem Buckel. Denn vor allem Fahrradenthusiasten kaufen sich die hochklassigen Modelle, gönnen sich aber im Schnitt nach zwei bis drei Jahren ein Upgrade.

 

WELCHE TERRAINS MÖCHTE ICH MIT MEINEM RENNRAD ENTDECKEN?

Berge oder Flachland, Straße oder Wald und Wiesen. Das sind die Hauptfaktoren, welche deiner Kaufentscheidung zugrunde gelegt werden sollten. Falls du dich vorher nicht festlegen möchtest stehen aber auch gute Kompromisse zur Verfügung.

Dabei spielen bei der Wahl zwischen Berg- und Flachland vor allem Gewicht und Geometrie des Rennrades eine Rolle. Das klassische Rennrad ist leicht und agil. Die entsprechende Körperhaltung ist aufrechter als auf dem Aerobike aber gebeugter als beim Endurance. Zudem sind die verbauten Materialien teilweise etwas anfälliger. Mit einem Aerobike einen Berg in Angriff zu nehmen ist allerdings wenig empfehlenswert. Solltest du gerne auch mal abseits von asphaltierten Straßen unterwegs sein, ist ein Gravelbike die beste Lösung.

Wie in anderen Lebenslagen auch, kann die Spezialisierung das Maximum für ein klar definiertes Setting bedeuten, allerdings auf Kosten der Vielseitigkeit. Dessen sollte man sich deshalb nicht zuletzt beim Kauf von Aerobikes, Kletterspezialisten oder Gravelbikes im Klaren sein.

 

WIE VIEL GELD MÖCHTE ICH IN DIE HAND NEHMEN?

Für viele Einsteiger*innen sicher eine der brennendsten Fragen. Ein Rennrad ist letztlich eine Investition in die eigene Gesundheit und sollte auch als solche gesehen werden. Besonders für diejenigen, die bislang wenig Sport machen und morgens lieber das Auto oder die U-Bahn nutzen, um in die Arbeit zu kommen, werden schnell merken, wie sich der Umstieg auf zwei Räder positiv bemerkbar macht. Zweimal am Tag Bewegung fördert den Kreislauf und macht nach der Arbeit vor allem auch den Kopf frei. Nach Feierabend abschalten in doppelter Hinsicht.

Doch nicht nur auf den Körper, sondern auch auf das Portemonnaie kann sich das auswirken. Das U-Bahnticket oder der Benzin für das Auto müssen nämlich auch bezahlt werden. Wenn man schließlich noch die Wochenendausflüge dazu nimmt, welche auf dem Rennrad auch mal umsonst sind, geht die Rechnung ziemlich schnell auf.

Entsprechend sollte man sich von Preisen auch jenseits der 2.000 bis 3.000 Euro nicht gleich abschrecken lassen und sich im Zweifel überlegen, welches Potenzial ein Rennrad im Grunde birgt. Insbesondere bei gebrauchten Rennräder bekommt man in dieser Preisspanne qualitativ hochwertigste Modelle und hat in jedem Fall sehr viel Spaß daran. 

 

WIE NACHHALTIG MÖCHTE ICH AGIEREN?

Die Herstellung eines Rennrades benötigt Ressourcen. Der Rahmen besteht aus Carbon, Aluminium oder Stahl, Plastikteile sind verbaut und die Kette muss regelmäßig geölt werden. Der Umstand, dass ein Großteil der Fahrradkomponente, insbesondere die Rahmen, aus Südostasien kommen, wirkt sich nicht wirklich positiv auf die Ressourcen- und Klimabilanz eines neuen Rennrades aus.

Dabei gilt es zu beachten: die nominelle Nutzungsdauer eines Rennrades beträgt sieben Jahre. Im Schnitt werden die Gefährten auf zwei Rädern aber nur zwei bis drei Jahre genutzt; End-of-Life unbekannt. Wenn man also zumindest die relative Bilanz eines Bikes verbessern möchte, sollte man sich a) ein gebrauchtes Rennrad kaufen, und b) sein altes Rennrad verkaufen, sofern man bereits eines besitzt. Ganz nebenbei verschafft man so noch manch Sportbegeisterten, die gerade kein neues Rennrad finden oder es sich schlicht nicht leisten können, die Möglichkeit, die Freude am Fahren zu erleben.

DESHALB AGIERE GANZ NACH DEM MOTTO: SHARE THE JOY OF RIDING!

Published 04 Oct 2021